Kai Kröger Verlag

Roger Morrison
Handbuch der Pathologie zur homöopathischen Differenzialdiagnose

Kurzbeschreibung

Dieses Buch dient drei Zwecken: 1) Es kann während der Konsultation auf mögliche Arzneien für eine bestimmte Beschwerde aufmerksam machen. 2) Es ist ein Lehrbuch, das die Hauptaspekte der Arzneien mit Bezug auf den jeweiligen pathologischen Schwerpunkt aufzeigt. 3) Es enthält Empfehlungen zur Behandlung: Potenzwahl, begleitender Einsatz von Naturheilverfahren, paralleler Einsatz allopathischer Maßnahmen. Bei Konstitutionsfällen führt uns die Suche nach der tieferen Bedeutung der Krankheit nicht immer zum Simillimum. Oft liefert erst die körperliche Pathologie die notwendigen Hinweise. Das Handbuch der Pathologie ist ein überaus praxisfreundliches Werk, dessen täglicher Einsatz inzwischen vielen Homöopathen zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

 
Einführung

Wie bei meinem ersten Buch, Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, habe ich mir diese Arbeit vorgenommen, weil ich ein solches Buch für meine eigene Praxis brauchte. Ich habe versucht, einen knappen und dennoch gründlichen Überblick zur Differenzialbehandlung der Hauptsyndrome zu schaffen, die uns in der homöopathischen Praxis begegnen. Mir ist daran gelegen, dass dieses Buch mein früheres Werk ergänzend begleitet. Meine Hauptsorge beim Schreiben dieses Buches war es, dass sein Zweck und die Informationen, die es enthält, verzerrt und missbraucht werden könnten. Die Homöopathie ist ein Kunst und eine Wissenschaft, die immer darauf abzielen muss, den Patienten auf tiefster Ebene zu heilen. Bei diesem Ziel sind es oft die tiefsten inneren Konflikte und Nöte unserer Patienten, die uns zu dem korrekten Arzneimittel führen. Der Homöopath muss immer den ganzen Menschen berücksichtigen. In vielen Fällen heilt das Konstitutionsmittel eine Pathologie, die in unserer Materia Medica nicht aufgeführt ist. Dies ist eine unbestreitbare Tatsache – wozu also brauchen wir dann therapeutische Fachbücher, die körperliche Pathologie und Leitsymptome in den Mittelpunkt stellen?
Wegen dieses scheinbaren Paradoxons will ich erklären, was mich zum Schreiben der vorliegenden Arbeit bewogen hat. Dieses Buch soll dreierlei Zwecken dienen: Als erstes soll es eine Hilfe während der Konsultation mit dem Patienten (am Telefon oder persönlich) sein, um den Homöopathen auf mögliche Arzneimittel für eine bestimmte Beschwerde aufmerksam zu machen. Zweitens soll es als Lehrbuch dienen, das die Hauptaspekte der Arzneimittel in den Mittelpunkt stellt. Drittens enthält es Empfehlungen zur Behandlung – auf der Grundlage meiner eigenen und den Erfahrungen meiner Kollegen an unserem Zentrum.
In akuten Fällen ist es oft leicht, ein Arzneimittel anhand der akuten und lokalen Symptome auszuwählen, die in diesem Buch aufgeführt sind. Bei Konstitutionsfällen jedoch ist es in der Regel nicht zu empfehlen, den Fall durch die Linse der körperlichen Pathologie zu betrachten. Obwohl wir uns in der Praxis darum bemühen, nach der tieferen Bedeutung und den Ursachen für die körperliche Krankheit zu forschen und das Wesen oder den Kern der Natur des Patienten ausfindig zu machen, kommt es häufig vor, dass uns diese Suche nicht zur Auffindung des Simillimums führt. In vielen solchen Fällen liefert die körperliche Pathologie die notwendigen Hinweise zur Verschreibung. Jedem pathologischen Syndrom habe ich Informationen zur Behandlung und Analyse beigefügt. Die Abschnitte zum Repertorium sollen die Suche nach hilfreichen Rubriken erleichtern. Die Abschnitte zur Behandlung enthalten Hinweise, die auf meinen eigenen Erfahrungen und denen meiner Kollegen in einer allgemeinen homöopathischen Praxis beruhen. Zusätzlich zu den Informationen zur homöopathischen Behandlung (Potenzwahl, Erstverschlimmerung usw.) und allopathischen Therapien (Medikamente, Untersuchungen usw.) sind therapeutische Hinweise zur naturheilkundigen Behandlung gegeben.
Mancher mag der Meinung sein, dass diese naturheilkundigen Ratschläge in einem homöopathischen Fachbuch fehl am Platz sind. Ich habe diese Hinweise aus mehreren Gründen eingefügt: Erstens sind sie eine Alternative, wenn der Patient Behandlung braucht, wir aber kein homöopathisches Arzneimittel geben wollen. Zweitens können sie eine Ergänzung sein, wenn wir mit einem Arzneimittel behandeln, das nicht wirkt, bzw. das spezifische Problem unbeeinflusst lässt. Drittens können naturheilkundigen Methoden die homöopathische Behandlung in vielen Fällen unterstützen. Die Tradition, derartige Ratschläge zu geben, hat bekanntlich schon mit Hahnemann begonnen. Manche Leser waren der Meinung, dass meine Warnungen zur Vorsicht in diesem Buch übertrieben seien. Alle Fehler, vor denen ich hier warne, basieren auf meinen eigenen bitteren Erfahrungen. Wenn es hier klingt, als ob ich väterliche Ratschläge erteile, verstehen Sie es bitte als Zeichen meiner Verbundenheit, die ich gegenüber all denen empfinde, die genügend Mut haben, sich an die Praxis der Homöopathie zu wagen. Unsere Aufgabe kann sowohl befriedigend als auch beschwerlich sein. Mir ist sehr daran gelegen, die Last so weit wie nur möglich zu erleichtern.
Meine Vorschläge zur Behandlung sind oft vorsichtig, was meine medizinische Philosophie reflektiert. Meiner Überzeugung nach besteht unsere Hauptpflicht darin, um die Sicherheit und Gesundheit unserer Patienten bemüht zu sein, nicht unsere homöopathischen Ideale zu vertreten. Dies bedeutet, dass wir manchmal kurzfristig und vorübergehend auf allopathische Behandlungsmethoden zurückgreifen müssen. Auch die Sicherheit des Therapeuten ist von Bedeutung. Wir sollten niemals unsere Praxislizenz aufs Spiel setzen oder unseren Ruf gefährden. Dies gilt besonders in den Vereinigten Staaten, wo die Homöopathie immer noch oft das Ziel von Angriffen medizinischer Behörden ist. Ein ausgewogener und konservativer Ansatz ist unsere beste Chance, langfristig die Therapie, die wir lieben, zu verbreiten. Die Homöopathie ist ein Vergnügen, wenn wir das richtige Arzneimittel finden und wissen, wie wir bei der Fallbehandlung vorgehen müssen. Ich hoffe, dass dieses Buch bei der Erreichung dieser Ziele behilflich sein kann.




INHALT
Danksagung
Einführung

KOPF & HALS 19
Kopfschmerzen 21
Konjunktivitis 67
Otitis Media 75
Allergie und akuter Schnupfen (Koryza) 95
Sinusitis 111
Zahnschmerzen 121
Pharyngitis & Tonsillitis 141
Erkrankungen der Schilddrüse 161

BRUST 181
Husten 183
Husten ohne Komplikationen 196
Krupphusten 224
Pertussis 229
Pneumonie 241
Asthma 261
Herzerkrankungen 305
Herzrhythmusstörungen 306
Angina pectoris 323
Degenerative Herzkrankheiten 339

VERDAUUNG 363
Übelkeit und Erbrechen 365
Magenschmerzen 389
Diarrhoe 405
Leibschmerzen 433
Leberbeschwerden 453
Hämorrhoiden 479

UROGENITALTRAKT 491
Harnwegsinfektionen 493
Nierensteine 517
Prostatabeschwerden 529
Uterushämorrhagie 541

PERIPHERE ORGANE 559
Erkrankungen des Bewegungsapparats 561
Akute Arthritis 562
Tendinitis und Bursitis 574
Polyarthritis 578
Arthrose 604
Rückenschmerzen und Ischialgie 624
Verletzung & Trauma 647
Prellungen und stumpfes Trauma 650
Verstauchungen 659
Frakturen 667
Verbrennungen 670
Wunden 677
Operationstrauma 687
Sonnenstich und Hitzschlag 694
Wirbelsäulenverletzung 698
Gehirnerschütterung 703
Hautkrankheiten 709
Ekzem 712
Psoriasis 728
Rissige Haut 744
Urtikaria 747
Giftsumach 757
Herpes zoster 767
Einfacher Herpes 775
Herpes genitalis 787
Impetigo 797
Pilzinfektionen 805
Zellgewebsentzündung 811
Akne 816
Abszess 825
Warzen 839
Vitiligo 849

SYSTEMISCHE ERKRANKUNGEN 851
Schwindel 853
Grippe 875
Fieber 891

NEUROLOGISCHE ERKRANKUNGEN 973
Multiple Sklerose 975
Fazialislähmung 993
Tics, Krämpfe und Zuckungen 997
Konvulsionen 1006
Parkinson-Syndrom 1027




Eine ausgiebige Leseprobe gibt es zum Download als PDF-Datei hier.
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1031 Seiten | Hardcover | Preis: Euro 129,- | ISBN 978-3-9801945-9-4